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01.02

SONNTAG, 11.00 UHR

MONDRIAN ENSEMBLE

Anfang 2026 richtet das Mondrian Ensemble seinen Blick nach Südostasien und Ozeanien. Neue Werke von Peter Ivan Edwards (Singapur) und Dylan Lardelli (Neuseeland), ein Streichtrio der jungen Komponistin und Performerin Joey Tan (Singapur) sowie eine Uraufführung von Oliver Weber (Schweiz) stehen auf einem Programm, das, erweitert durch englische Consort-Musik aus John Baldwyne’s Commonplace Book, einen faszinierenden Bogen über die Jahrhunderte spannt.

 

Mondrian Ensemble

Ivana Pristašová Zaugg – Violine

Petra Ackermann – Viola

Martin Jaggi – Violoncello

 

PROGRAMM

from John Baldwyne’s Commonplace Book

John Baldwin (ca1559-1615)

A Browning a 3

Thomas Woodson (1574?-1605?)

Vt re mee fa a 3      

 

Joey Tan (*1997)

blickblink (2021) für Streichtrio

 

from John Baldwyne’s Commonplace Book

Christopher Tye (ca1505-1573)

Sit fast a 3 (prima et secunda pars)           

 

Peter Ivan Edwards (*1973)

Ratschelei (2025/26) für Streichtrio      

 

Pause

from John Baldwyne’s Commonplace Book

Elway Bevin (ca1554-1638)

A Browning a 3

John Baldwin

Sermone blando a 3

 

Dylan Lardelli  (*1979)

Light Lines für Streichtrio (2025/26) 

 

from John Baldwyne’s Commonplace Book

John Baldwin

A fancie upon a ground a 3 

Nathaniel Giles (1558-1633/34)

Salvator mundi a 3

 

Oliver Weber (*1974)

The Consciousness of Time

(While Scanning Sector 3012) (2025/26)

MONDRIAN ENSEMBLE

MondrianEnsemble - YouTube

02.03

MONTAG, 20.00 UHR

SIGNS, GAMES AND MESSAGES
Konzert zum 100. Geburtstag von György Kurtág 

Dieses Konzertprogramm vereint drei bedeutende Persönlichkeiten der ungarischen Musik des 20. Jahrhunderts — György Kurtág, Ernő Dohnányi und Béla Bartók. Trotz ihrer unterschiedlichen Generationen und Stilrichtungen verbindet ihre Musik ein gemeinsames Interesse an der kammermusikalischen Ausdruckskraft und an der Idee von Musik als Form menschlicher Kommunikation.

Die Duos für zwei Violinen von Béla Bartók nehmen eine besondere Stellung innerhalb der Kammermusik ein. Sie basieren vielfach auf Volksmelodien und Tänzen, die Bartók in einer modernen, reduzierten Tonsprache verarbeitet. Trotz ihrer scheinbaren Einfachheit erfordern diese Miniaturen ein hohes Maß an rhythmischer Präzision, Ensemblegefühl und stilistischer Differenzierung. Die beiden Stimmen treten in einen lebendigen Dialog, in dem sich folkloristische Elemente mit der Klangsprache des 20. Jahrhunderts verbinden.

György Kurtágs Zyklus Signs, Games and Messages ist geprägt von äußerster Verdichtung. Die kurzen, aphoristischen Stücke wirken wie musikalische Zeichen oder Fragmente eines inneren Monologs, in denen eine einzelne Geste, ein Intervall oder ein Klangereignis eine intensive emotionale Bedeutung tragen kann. Stille und Pausen spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der Klang selbst. Kurtágs Musik verlangt vom Hörer höchste Aufmerksamkeit und eröffnet einen Raum intimer, oft fragiler Ausdrucksformen.

Einen starken Kontrast dazu bildet die Serenade C-Dur op. 10 von Ernő Dohnányi. Dieses frühe Werk steht noch deutlich in der Tradition der Wiener Klassik und der Romantik. Klarheit der Form, virtuose Eleganz und lyrische Wärme prägen den Charakter der Musik. In der kammermusikalischen Besetzung entfaltet sich ein feines Zusammenspiel der Stimmen, das sowohl spielerische Leichtigkeit als auch humorvolle und noble Momente zum Ausdruck bringt.

Gemeinsam zeichnen diese Werke ein vielschichtiges Bild der ungarischen Kammermusik: von klassischer Ausgewogenheit und romantischer Klangkultur bis hin zu musikalischer Fragmentierung und konzentrierter Geste. Es ist eine Musik des Dialogs — zwischen Tradition und Moderne, zwischen Komponisten verschiedener Generationen und nicht zuletzt zwischen den Musikerinnen und Musikern auf der Bühne.

 

Artists

Nathan Kirzon (Violine), Alexander Tatarinov (Bratsche), Michał Balas (Cello)

Das Konzertprogramm wird ohne Pause gespielt.

Tickets sind auf Ticketino.com erhältlich.

Link zum Ticketverkauf:

https://www.ticketino.com/en/Event/Streichertrio-spielt-Ungarische-Kammermusik/211405

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